wissenschaftliche Beringung


 


Manchmal bekommen wir einen beringten Greifvogel in die Station eingeliefert. Wir meinen damit Wildvögel, die aus wissenschaftlichem Interesse von einer Vogelwarte beringt wurden.


 


 


Warum werden Wildvögel beringt ?


 


- Zugverhalten und Zugwege/Ankunftsdaten erforschen


- Ansiedlungsmuster der Jungvögel erforschen


- Ortstreue der Brutvögel feststellen


- Dauer der Verpaarung


- Bruterfolge feststellen


- Lebenserwartung und Todesursachen


  


Es gibt insgesamt drei Vogelwarten in Deutschland


 


Vogelwarte Helgoland (für Nordwestdeutschland)


 


Vogelwarte Hiddensee (für Ostdeutschland)


 


Vogelwarte Radolfzell (für Süddeutschland und Berlin)


 


 


 


Jeder Beringungsfund sollte gemeldet werden


 


Jeder Beringungsfund wird von uns bei der zuständigen Warte (Vogelwarte Helgoland) gemeldet, einschließlich verstorbener Vögel. Jede Information eines Wiederfundes ist wertvoll für die Vogelforschung.


 


Falls Sie einen beringten Greifvogel oder eine Eule tot oder lebendig aufgefunden haben und nicht wissen, wie Sie diesen Fund melden sollen, so öffnen Sie bitte folgende PDF-Datei: Ringfund


 


Wenn Sie nun noch Hilfe bei der Meldung benötigen, dann können Sie sich auch gerne an
uns wenden >>


 


Kontakt:
http://greifvogelhilfe-mg.de/?page_id=30


 


Viele von uns gepflegten Vögel werden vor der Freilassung ebenfalls aus wissenschaftschaftlichem Interesse beringt. Bei dieser Tätigkeit hilft uns der Beringer Herr Vohwinkel. Im Falle eines Wiederfundes können Rückschlüsse gezogen werden, wie erfolgreich unsere Arbeit und somit die Auswilderungsstrategie ist.


 



Junger Waldkauz mit Ring



Wiederfund eines beringten Turmfalkens: Nach der Meldung bei der Vogelwarte stellt sich heraus, dass dieser Falke 7 Jahre alt geworden
ist


Damit Sie einen Einblick bekommen, wie so eine Meldung der Vogelwarte aussieht, haben wir zwei Formulare für Sie vorbereitet


1.) vogelwarte Sperber


2.) vogelwarte Turmfalke



Reinhard Vohwinkel beringt einen Patienten von uns. Die Freude bleibt wohl eher auf seiner Seite, als beim Vogel



Beringung Habichtweibchen





Beringung eines seltenen Gastes bei uns in der Station – Ein Wespenbussard





Beringung eines Uhupfleglinges



 


 


 



 


Diese Sumpfohreule möchte nicht beringt werden. Mit einem herzhaften Biß in den Finger des Beringers zeigt sie uns ihren Unwillen




Beringung am Brutplatz



Beringung eines jungen Steinkauzes



Schleiereulenjungtiere können leicht beringt werden, wenn man den Standort des Nistkastens kennt



beringte Schleiereule Nahaufnahme




Wanderfalkennachwuchs in Nistkastenhilfe




Hier wird bei jeder Beringung die Flügellänge gemessen




Die Alterserfassung ist nur durch Beringung möglich (älteste Wiederfunde in freier Wildbahn)



Greifvögel:


Mäusebussard (Buteo buteo) 26 Jahre


Raufußbussard (Buteo lagopus) 16 Jahre


Wespenbussard (Pernis apivorus) 29 Jahre


Rotmilan (Milvus milvus) 26 Jahre


Schwarzmilan (Milvus migrans) 24 jahre


Merlin (Falco columbarius) 10 Jahre


Turmfalke (Falco tinnunculus) 16 Jahre


Baumfalke (Falco subbuteo) 15 Jahre


Wanderfalke (Falco peregrinus) 18 Jahre


Habicht (Accipiter gentilis) 19 Jahre


Sperber (Accipiter nisus) 15 bis 20 Jahre


Eulen:


Steinkauz (Athene noctua) 13 Jahre


Raufußkauz ((Aegolius funereus) 15 Jahre


Sperlingskauz (Glaucidium passerinum) 4-6 Jahre


Waldkauz (Strix aluco) 19 Jahre


Waldohreule (Asio otus) 28 Jahre


Sumpfohreule (Asio flammeus) 21 Jahre


Uhu (Bubo bubo) 27 Jahre