[teaser]Habichtweib mit Schnabelverletzung[/teaser]

Bitte Keine Selbstversuche

Besonders bei Jungvögeln ist man schnell mit sehr viel Herz dabei und möchte den kleinen Findling am liebsten selber groß ziehen, obwohl man keinerlei Erfahrung damit hat. Hinzu kommt, dass Greifvögel unter Artenschutz stehen und nur von Fachleuten gepflegt werden dürfen. Diese Greifvogelhilfe wurde eingerichtet, um für die Greifvögel die optimale Pflege zu ermöglichen und die Finder auch vor etwaiger Strafverfolgung zu bewahren. Dies ist erforderlich, da Greifvögel in jedem Fall in fachkundige Hände gehören. Denn es gibt viele Fehlerquellen bei der Pflege und Aufzucht von Greifvögeln. Mit den folgenden Fotos möchten wir Ihnen zeigen, was passiert, wenn Greifvögel laienhaft gepflegt werden.

Wenn ein Vogel durch Selbstüberschätzung und Egoismus des Finders am Ende auf der Strecke bleiben würde und möglicherweise nie mehr in die Freiheit entlassen werden kann, wäre das sehr schlimm. Eine große Gefahr besteht vor allem bei der Fehlprägung von Jungvögeln auf den Menschen. Auch das Jagen muss gelernt werden und entsprechendes Flugtraining muss durchgeführt werden.

 

Turmfalkennestling mit Rachitis - nicht überlebensfähig

Gefiederschaden falsche Haltung

Habichtweib mit Schnabelverletzung

Habichtweib mit Schnabelverletzung

Mäusebussard Bumble Foot

Mäusebussard Bumble Foot

Turmfalke mit ruiniertem Schwanzgefieder

Turmfalke mit ruiniertem Schwanzgefieder

Diesem Tier wurde mutwillig der Schnabel gekürzt

Diesem Tier wurde mutwillig der Schnabel gekürzt

Mäusebussard tot durch Unkenntnis

Mäusebussard tot durch Unkenntnis

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild 1: Dieser junge Turmfalkennestling kam mit Rachitis (falsches Knochenwachstum durch Calziummangel). Er war leider nicht überlebensfähig.

Bild 2: Bei Ankunft war dieser Vogel zuvor 9 Tage in einem Kaninchenkäfig gehalten worden.

Bild 3: Ein Mäusebussard mit Schnabelverletzung durch Unterbringung in einem Gitterkäfog.

Bild 4: Druckstellen (Bumble Foot) an beiden Fängen eines Mäusebussardes verursacht durch falsche Haltungsbedingungen.

Bild 5: Eingekotetes Schwanzgefieder beim Turmfalken durch nur 2 tägige falsche Haltung.

Bild 6: Misshandelter Jungfalke. Diesem Tier wurde mutwillig der Schnabel gekürzt, weil Verletzungen durch Bisse befürchtet wurden.

Bild 7: Bei diesem Mäusebussard wurde die lebensbedrohliche Untertemperatur nicht erkannt und der völlig geschwächte, dehydrierte (innerlich ausgetrocknete) Vogel wurde dann mit Tatar zu Tode gefüttert. Er konnte nicht mehr schlucken und erstickte daran.

Sowas muss wirklich nicht sein! Geben Sie daher alle gefundenen Greifvögel umgehend in erfahrene Hände und versuchen Sie nicht, die Tiere selbst aufzupeppeln.

Die Tiere weden es Ihnen danken!